Was ist Social Media – Was sind soziale Netzwerke?

Soziale Netzwerke haben in den vergangenen Jahren zu einem Paradigmenwechsel in der Alltagskommunikation geführt und unsere Nutzung des Internets entscheidend geprägt und verändert. Für Millionen Menschen weltweit prägen Facebook, Twitter, YouTube & Co. den Alltag. Die Kontaktpflege zu Freunden und Bekannten, der Austausch über gemeinsame Interessen und Erlebnisse sowie die Möglichkeit in sozialen Netzwerken neue Freunde und Bekannte zu finden, sind die hauptsächlichen Gründe für die Mitgliedschaft der Nutzer. Zumal ermöglichen es die sozialen Netzwerke auf einfache Weise, eigene Inhalte im Web zu verbreiten. Kurz gesagt sind die beiden wichtigsten Funktionen von Social Media: Kommunikation und Interaktion. 

Eben weil Soziale Netzwerke zunehmend den öffentlichen Diskurs ergänzen und bestimmen, müssen Unternehmen und Organisationen sich diesen neuen Kommunikationswegen öffnen. Zwar setzen bereits knapp die Hälfte der deutschen Unternehmen Social Media auf die eine oder andere Weise ein, viele Firmen sind jedoch noch unsicher, welche Art von Engagement für sie wirklich sinnvoll ist und welche strategische Vorgehensweise sich für sie am besten eignet. Viele Firmen sind besorgt, die Kontrolle über die externe Kommunikation zu verlieren, aus Unwissenheit über die Potenziale oder weil sie noch unsicher sind, ob und wie sie selbst online aktiv werden können und welche Vorgehensweise sich am besten eignet.

Aber es wäre fahrlässig, Social Media zu ignorieren. Das gilt nicht nur mit Blick auf die Chancen, die sich mit diesen neuen (im Grunde aber alten) Wegen eröffnen. Auch wenn man sich einige aktuelle Zahlen aus der Online-Studie von ARD und ZDF (http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/) vor Augen führt, wird die Bedeutung klar:

  • Menschen in Deutschland verbringen im Schnitt 169 Minuten täglich im Internet.
  • Smartphone, Tablet und Co. treiben die Online-Nutzung unterwegs weiter an: Sie hat sich 2013 im Vergleich zum Vorjahr fast verdoppelt.
  • “An Attraktivität deutlich gewonnen haben in den letzten Jahren vor allem Onlinecommunitys und multimediale Anwendungen. Dies sind auch die Anwendungen, bei denen sich die altersspezifischen Differenzen zwischen den Onlinern am deutlichsten abzeichnen. So werden Onlinecommunitys, allen voran Facebook, von 39 Prozent aller Internetnutzer mindestens einmal wöchentlich genutzt. Unter den 14- bis 29-Jährigen sind 76 Prozent mindestens wöchentlich in ihrem Netzwerk aktiv, wohingegen sich die ab 50-Jährigen (noch) als relativ zurückhaltend erweisen (12 %).”

Daraus ergibt sich für die Diakonie:
Soziale Netzwerke bieten diakonischen Organisationen und Unternehmen die Möglichkeit, mit ihren Zielgruppen in direkten Kontakt und in einen unmittelbaren Dialog zu treten. Sie können bei vielen Aufgaben unterstützen.

Dies gilt beispielsweise für die interne und externe Kommunikation mit

  • Kunden
  • Patienten und Klienten
  • Spendern
  • den Mitarbeitenden

und ist relevant:

  • bei der Imagebildung
  • zur Nachwuchsgewinnung (Recruiting und Employer Branding)
  • im Kontakt zu Medien, Meinungsführern, Multiplikatoren und anderen Einflussnehmern
  • für Marketing und Vertrieb
  • bei der Erschließung neuer Zielgruppen
  • für die Einbeziehung von Nutzern bei der Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen.

Neben diesen vorrangigen Zielen sollte die wichtigste Funktion von Sozialen Netzwerken nicht vergessen werden: die Kommunikation und die Interaktion. Beides erhöht die Transparenz von Unternehmen und führt zu einem größeren Vertrauen in Organisationen und kann zu einer stärkeren Kundenbindung führen. Da zudem der Gedanke des Teilens im Vordergrund steht (“Sharing is caring”), geschieht es häufig, dass Kunden untereinander – hoffentlich Positives – über die Dienste und Dienstleistungen diakonischer Dienste und Einrichtungen kommunizieren.

Hier setzt dieser Leitfaden an. Schritt für Schritt legt er die einzelnen Aspekte, die für ein Engagement in den Sozialen Netzwerken wichtig sind, dar. Er zeigt die verschiedenen Möglichkeiten auf, die sich durch Social Media ergeben. Beispiele und eine Checkliste am Ende sollen das zielgerichtete Vorgehen, von der Analyse über die Strategieplanung, Ziele, Implementierung und Evaluation erleichtern.

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