Gründe für Einsatz und Nutzung Sozialer Netzwerke

In der Projektgruppe haben wir einige Gründe für den Einsatz diskutiert und Eckpunkte benannt. Die Aufstellung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie will aber deutlich machen: Social Media ist keine Spielwiese für besonders Web affine Menschen. Soziale Netze gehören zum Alltag und müssen daher entsprechend eingebunden sein in die Ressourcen und in die Kommunikations- bzw. Unternehmensstruktur.

  • Soziale Netzwerke sind Alltag: Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen Social Media-Plattformen, und immer mehr Menschen haben die dazu passende Technik in ihren Alltag integriert: Smartphones, Tablets, drahtlose Netze, Internet-Flatrates und immer schneller werdenden Mobilfunkverbindungen.
  • Soziale Netzwerke sind Teil der Kommunikation, und diese wandelt sich in einem bislang nicht vorher gesehenem Maß: Die klassische Aufteilung zwischen Sender und Empfänger, die einstmals große Rolle von Medien als Meinungsmacher und das klassische Prinzip, nach dem sich zentral eingespeiste, einheitlich Informationen planbar vom Vorstand über die Pressestelle zu “den Medien” bis hin zu den Medienkonsumenten einspeisen lassen, diese Zeit ist vorbei.
  • Kommunikation ist zunehmend dezentral, asynchron, zeitkritisch und reputationsabhängig. Social Media beschleunigt diese Entwicklung und ist Teil von ihr. Weil wir Soziale Netzwerke aktiv nutzen, verstehen wir die Veränderungen besser und können dieses Wissen nutzen, um die bestmögliche Kommunikationsarbeit zu leisten.
  • Social Media bietet eine Trend- und Marktbeobachtung jenseits etablierter Instrumente: Medienbeobachtung, Clippingdienste und Google-Alerts sind Werzeuge für die Auswertung, die uns bestenfalls nach einigen Stunden zur Verfügung stehen. Unsere Kanäle in den Sozialen Netzwerken verkleinern dieses Zeitfenster und ermöglichen es uns, schneller auf Nachrichtenlagen zu reagieren und die Bedürfnisse der Zielgruppen in einer kürzeren Zeit noch genauer einzuschätzen. Möglich ist es auch, in Echtzeit die Tonalität und damit mögliche Kommunikationsrisiken auszuwerten.
  • Soziale Netzwerke bieten eine voraussetzungsfreie Kommunikation: Wer online ist, kann die Plattformen nutzen – und wer sie nutzt, kann mit uns kommunizieren, und vice versa: Die Kontaktaufnahme ist sehr einfach, die Kommunikation unkompliziert. Mit unseren Kanälen in den Sozialen Netzwerken signalisieren wir eine einfache Ansprechbarkeit und Erreichbarkeit. Mit ihnen sprechen wir die Menschen dort an, wo sie sind.
  • Soziale Netzwerke bringen uns ins Gespräch, und wir sind bei diesen Gesprächen dabei: Menschen unterhalten sich auch online über unsere Markennamen, unsere Projekte, unsere Ziele, unsere Claims und unsere Spendenaufrufe. Sie tun das immer häufiger über Social Media. Wir sind bei diesen Diskussionen dabei, geben uns klar als Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Diakonie, von Brot für die Welt oder Diakonie Katastrophenhilfe zu erkennen, erklären unsere guten Gründe und bieten eine Deutung an. Wir widmen den Menschen virtuell Zeit und bringen ihnen und ihren Äußerungen Wertschätzung entgegen.
  • Soziale Netzwerke sind vielfältig, auch, was die Menschen betrifft, die sie nutzen: Mit unterschiedlichen Plattformen erreichen wir unterschiedliche Zielgruppen unterschiedlich gut. Mittlerweile können wir gut einschätzen, welche Multiplikatoren und Endkunden wir mit welcher Plattform und welcher Art der Ansprache besonders gut erreichen.

Was Soziale Netzwerke nicht sind:

  • Sie sind keine Inseln – sondern vernetzt mit anderen Angeboten.
  • Kanäle in den sozialen Netzwerken sind keine weiteren Websites (oder ein Ersatz für die eigene Website) – sie leben von Interaktion und Kommunikation
  • Sie sind kein zweckfreier Zeitvertreib – sie bringen nachweisbar Quote und Leistung
  • Sie sind nicht “irgendwas mit Facebook” – sondern zielgerichtet für Zielgruppen
  • Sie sind kein “Schuttabladeplatz” für Content, den sonst niemand will – sie leben von wertigen Inhalten
  • Kanäle in den sozialen Netzwerken sind keine hippe Fassade – sondern zeigen ungeschminkt, ob im Thema oder in der Organisation Leben drinsteckt
  • Die Arbeit mit und in sozialen Netzwerken ist nicht kostenlos – sondern benötigt Ressourcen

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